vtanger
(Volker)
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Solche Boxen sind kaum als Abschirmung gegen Umgebungsschall tauglich - vielmehr sind sie Reflektionsfilter. Auch dämpfen sie harte Laute so weg, dass sie dann weniger stark im Raumklang zurückkommen. Es geht dabei immer weniger darum, was von außen kommt, als darum, was Du an Klang in den Raum sprichst, und was dann raumabhängig mehr oder weniger stark zurückkommt.
Das ist etwas für Leute, die ein sehr “schickes”, aufgeräumtes, kaum möbliertes Büro mit kahlen Wänden und viel Glas haben - und idealerweise direkt gegen eine glatte, harte Wand sprechen (wie beispielsweise auch ihren Monitor). Denn dann kann es neben Hall aus dem Raum zusätzlich zu Kammfiltereffekten kommen. Und genau gegen so etwas helfen dann solche Reflexionsfilter. Oder ein vollgestopftes, mäßig aufgeräumtes Arbeitszimmer (wilde Buchregale For-The-Win).
Zudem helfen gerichtete Bühnen-Mikros (Sennheiser e835/e945, Shure SM58, AKG C1000, …) - denn für solche ist die Unterdrückung von Nebengeräuschen ein wesentliches Designkriterium. Als Nebeneffekt brauchen die auch keine Spinne, da die als Hand-Mikrofone auch das 'Rumbefingern in der Hand selber wegdämpfen müssen.
Wenn von draußen zu laut ist, dann hilft nur ein Umzug an stillere Örtchen (nein, nicht das Klo - das ist ob der Fliesen zu hallig) oder eine (meist eher mäßig gemütliche und teure) Sprecherkabine. Wenn “zu viel Raum” (-Hall) auf der Aufnahme ist, dann kann ein Umzug in ein anderes Zimmer ebenfalls helfen. Ein leeres/aufgeräumtes Schlafzimmer ist da bei vielen kahlen Wänden (auch: Schrank- und insbesondere Spiegeltüren) halliger/auffälliger als ein Arbeits- oder Wohnzimmer mit Bücherregalen an vielen Seiten.
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