Euer Podcasting-Workflow?


#1

Hallo Mitpodcaster,

damit nicht jeder das Rad neu erfinden muss, damit man Anregungen bekommt, würde ich gerne (in Form eines Podcasts) mit euch über euren Podcasting Workflow sprechen.

Konkret suche ich einzelne oder Teams, die sich bewusst gegen oder für ein Konzept entschieden haben, mit dieser Entscheidung gut leben (podcasten) können und die diese in einem Interview darstellen möchten. Gerne per DM an mich. Danke

Arvid


#2

Ich habe insgesamt 5 Podcasts und ich habe 4 verschiedene Workflows (mit Überlappungen untereinander, aber so unterschiedlich wie die Formate sind auch die Abläufe, die sich dafür irgendwann gebildet haben).


#3

Über welche würde es sich lohnen zu sprechen? Gibt es eine Evolution der Workflows? Meine tendieren zum Zeitsparen und zum integrieren von Features, womit das Zeitsparen ausgeglichen wirds. Mindestens.


#4

Meine sind geprägt von Spieltrieb und dem Wunsch verschiedene Workflows probiert zu haben.
Was interessant ist hängt davon ab wonach du suchst. Vielleicht lohnt es sich die Sache von der Anforderungsseite her anzugehen statt von der Workflowseite.
Ich habe einen täglichen Podcast, ich habe eine Debatte in Runden und ein Interview mit zwei weltreisenden Backpackern im Angebot. Jedes dieser Formate braucht anderes weil eben auch die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind.


#5

+1 zum Spieltrieb. Ich habe zwei recht unterschiedliche Podcasts: Einen Laberpodcast mit zwei Freunden, der inzwischen in der Ziel-Community gut etabliert ist. Ebenso etabliert ist der Workflow, recht effizient und mit vernünftiger Arbeitsteilung. Mein anderer (Solo-)Podcast ist meine Spielwiese, sowohl thematisch als auch konzeptuell. Sehr unregelmäßig, dafür wunderbar zum Ausprobieren.


#6

Ich habe gewechselt. Podcaste alleine. Habe mit Dt-297 und Focusrite USB-Audiointerface am Mac begonnen. Hindenburg als Software. War mir aber irgendwann zu aufwändig, das immer wieder neu aufzubauen und einzustellen (weil ich nicht so oft aufnehme). Bin dann auf ein USB-Mikro (Røde-NT-USB) umgestiegen, dass ich direkt am Mac einstöpsle. Das hat sich bewährt.


#7

Mache auch zwei völlig unterschiedliche Formate - der schlankste und durchdachteste Workflow ist für das tägliche Nachrichtenformat. Vorproduzieren ist nur bedingt möglich (da es sich um Nachrichten handelt - hin und wieder zeichnen wir am Vorabend auf). Wir schaffen das mittlerweile in 10 Minuten von der Aufnahme zum Publishing für 5-7 Minuten Audio. Wir arbeiten in einem Zwei-Personen-Team, wir machen das Skript zusammen, meine Frau spricht ein und ich kümmere mich um den Rest. Da ich viel unterwegs bin, brauchen wir ein flexibles Setup. Für Skripte und Rohaufzeichnungen verwenden wir Dropbox über mehrere Rechner. Falls meine Frau unterwegs ist, verwendet sie ein Shure-MV88 Mikro (iOS Mikrophon), zuhause haben wir ein H6 und ein DT-297 Headset. Fürs Anlegen neuer Episoden verwende ich ein Curl-Skript und spreche die Podigee-API an, somit muss ich keine “vorhersagbaren” Metadaten pflegen. Im Editor habe ich ein Projekttemplate. Bei der Aufnahme setzt meine Frau Marker, damit ich mich in der Aufnahme zurechtfinde, mittlerweile kann ich es meistens schon erahnen, wo sie einen Fehler gemacht hat. Ich höre die Aufzeichnung in zweifacher Geschwindigkeit durch, markiere die guten “Clips” und lege die in ein Clipboard. Im zweiten Schritt muss ich dann die Elemente nur noch zusammenfügen, rausrendern und hochladen. Das Skript ist so editiert, dass ich nur noch die Links zu unseren Quellen in die Shownotes copy & pasten muss. Den Titel passe ich dann noch manuell an (wir erwähnen die Stories im Titel).