Also generell ist eine Podcastfolge so lang wie sie lang ist. Fertig.

Im Detail würde ich aber sagen dass es auch ein bisschen auf den Rhythmus bei der Veröffentlichung ankommt und natürlich die Art des Podcasts.

Die Drei Vogonen haben Folgen mit einer länge zwischen 4 bis 6 Stunden rausgehauen. Die waren aber nie am Stück aufgenommen, da gab es immer noch ein Interview Part der irgendwann vorher aufgenommen wurde oder die Schalte zum Hausmeister der eine Stunde lang irgendwas zu Android oder Raspberry Pi erzählt hat. Deren Folgen erschienen aber auch nur monatlich oder seltener.

Bits und so kommt wöchentlich und ist gerne so 2,5h bis 4h lang. (Mit Pre und Postshow, das bekommt man nur als zahlender Hörer, die normalen Folgen im Feed sind etwas kürzer, aktuelle Folge z.B. eine gute Stunde unterschied)

Wenn man das auf der eine Seite als Produzent jede Woche füllen kann: gut.
Wenn die HörerInnen das auf der anderen Seite jede Woche weghören (oder schauen) können: auch gut.

Als ich durch meinen Job sehr viel hören konnte fand ich die ganz langen Podcasts (Grüße an Die drei Vogonen!) super und fand’s schade wenn andere so kurz waren. Bei aber z.B. Seriendialoge von DWDL waren die Folgen meist unter einer Stunde, aber inhaltlich so gut dass ich nie dachte „oh schade schon vorbei“ oder „das Gespräch hätte man jetzt noch weiterführen können“.

Jetzt ist mein Hörkonsum seit vielen Jahren auf vielleicht 2 Stunden am (Wochen)Tag geschrumpft, vieles bleibt liegen, einiges höre ich nach, ein paar Sachen hebe ich mir auf wenn ich einmal im Monat Samstags arbeite und dabei Podcasts hören kann. Ich bin aber nie einer der meckert wenn Folgen zu lang sind, höchstens mal wenn sie zu kurz sind.

Insgesamt lässt sich aber sagen: wenn man das Gefühl hat die Luft ist raus, die Pausen werden länger, die Themen gehen aus, keiner hat mehr was zu sagen, dann ist wohl die Zeit gekommen die laufende Folge/Aufnahme zu beenden.

Wenn ich mich in meinem Podcast auf aktuelles Zeitgeschehen beziehe spielt die Länge der Folge natürlich auch eine gewisse Rolle.

Was man aber m.M.n bitte um Gottes willen nicht tun sollte: die verstrichene Zeit ansprechen!
„Oh guckmal jetzt reden wir schon fast zwei Stunden, beim letzten Mal waren es sogar drei Stunden…“ sowas finde ich furchtbar, HörerInnen von mobileMacs oder Die Drei Vogonen lachen bei solchen Sätzen.
Das Gerede darüber wie lang die Aufnahme gerade geworden sei nervt mich, weil sie mir egal ist, weil ich längere Folgen gewöhnt bin. Bei diesem einem Podcast bei dem das der Fall war (I’m looking at you Apfelfunk!) kam das immer wieder vor, vielleicht lag es daran dass der eine Radiojournalist ist.

Aber Podcast ist nicht Radio, das kann so lang sein wie es will, wie der Produzent will, wie der Hörer will. Jeder hört unterschiedlich, auch in der Kontinuität, die einen stundenlang bis ihnen die Ohren bluten, die anderen nur 2x45 Minuten am Tag, etc. Im Schnitt hören wahrscheinlich die wenigsten die „längeren“ Podcasts am Stück.

Eine Grenze die man vielleicht beachten sollte hat mit Auphonic zutun undzwar die 6 Stunden, darüber hinaus kann der Dienst Audio nicht verarbeiten.

Was man aber auch machen kann ist: die eigenen HörerInnen nach ihrem Hörverhalten fragen und sich daran orientieren.

Ich selber habe damals Nerd Emissionen auf eine Zeit von 2 Stunden begrenzt.

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