Ich habe früher mit einem Freund via Audacity aufgenommen und bearbeitet. War ein Doppelender mit Teamspeak als Verbindung. Anschließend hat einer seine Daten dem anderen zum Zusammenfügen, Schneiden und Einsetzen der Einspieler geschickt. Als Backup lief noch eine Teamspeak-Aufnahme, die wir aber zum Glück nie gebraucht haben. Das Nachbearbeiten beschränkte sich (in einer Zeit vor Auphonic) auf Rauschentfernung (extra einen Moment “Stille” an jedem Aufnahmenanfang) und manuelle Lautstärkeanpassung. Das Ergebnis war gut.

Leider ist Audacity tatsächlich destruktiv. Ich hatte deshalb immer eine Sicherung der Urdaten angelegt, was aber auch auf den Speicherbedarf geht. Die nichtdestruktive Art von DAWs finde ich super. Auch Multitrack habe ich mit Audacity nicht hinbekommen – ohnehin hatten wir es (da ohne Audiointerface) nie hinbekommen, an einem Rechner mehrere Spuren aufzunehmen.

Mein Fazit: Fäkalienvergleiche sind fehl am Platz, denn man kann mit Audacity etwas Vernünftiges erstellen. Es gibt aber Einschränkungen, was Aufnahmesituation, technische Zusätze (z.B. Einspieler) und Komfort bei der Nachbearbeitung angeht. Für ein kleineres Projekt mit einer Person oder mehreren, die nicht im selben Raum sitzen, ist das eine Überlegung wert.

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