Bastelecke: Erdungskabel gegen 50Hz Netzbrummen

Ich verweise auf meinen Beitrag Bastelecke: Erdungskabel gegen 50Hz Netzbrummen, dem ausgerechnet der Cinch-Stecker fehlt. Werde ich aber nachrüsten :slight_smile:

1 „Gefällt mir“

Hallo alle miteinander!
Obwohl schon viel zum Brummen geschrieben wurde, hier ein paar “Altbau” Erfahrungen. Der Schuko-Cinch-Adapter hat sich bewährt … an einer von 10 Steckdosen, und natürlich an der die am weitesten vom restlichen Aufnahmeequipment entfernt ist.
AAAAAAAAA
Die Kontakte aus Billig Steckern lassen sich am leichtesten mit einem Lötkolben entfernen. Einfach 15-20s dran halten und mit einer Zange raus schieben.
BBBBBBBBBBBBBB
Fertig!
Mein zweiter Lösungsansatz war die Heizung. Die entsprechende Installation sieht so aus:
WWWWWWWWWWWWWWWWW
Funktioniert enorm gut, das Brummen wird … anders und lauter. In so einem über 100 Jahre altem Gebäude scheint es einfach nirgendwo Masse zu geben. ABER metallene Dachrinnen und Blitzableiter (ich weiß!) sind auch noch in Reichweite und mit geringem Aufwand zu integrieren.
Als Alternative könnte ich auch mein Setup neben der einen “guten” Steckdose aufbauen. Wobei selbige ja beweist das eine Lösung möglich ist. Es handelt sich übrigens wie üblich um ein HMC 660 + Xenyx 302.

LG Roman

5 „Gefällt mir“

Ich erde mein MacBook Air mit einem USB-Kabel und einer Krokodilklemme direkt am Erdungskontakt der Steckdose. Das MacBook Netzteil passt prima in die gleiche Steckdose. Brummt geringfügig, aber mit EQ oder Hand auflegen (am Laptop) geht auch das weg.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank an alle in diesem thread. Hat mir sehr bei meinem nervigen Brummen geholfen.

4 „Gefällt mir“

Danke für diesen Tipp! Hat sofort geholfen in der Kombi vom Xenyx302 / HMC-660 / aktuellem Macbook 15 zoll.

Rauschen war anfangs enorm stark und störend und lies sich zu 80% beheben wenn das Macbook vom Strom genommen wurde.
Nun mit dem gebauten Stecker, auch mit Strom am Macbook keinerlei rauschen mehr!

Für alle die den Stecker nicht aus dem Plastikgehäuse bekommen: Da sind so kleine Erhöhungen im Metal, damit man die nicht einfach raus schieben kann. Einfach an den Seiten einen kleinen Stiff vom Plastik mit dem Cutter raus schneiden und die Pins seitlich raus “brechen / nehmen”. Es fehlt dann ja lediglich 0,2cm Plastik an den Seiten. Das war bei mir der Trick.

1 „Gefällt mir“

Bin ja eigentlich ganz begeistert von den HMC-660. Bis ich versucht habe meinen Zoom H5 statt über Akku übers USB Kabel am Netz oder MacBook mit Strom zu versorgen: sehr intensives und nicht akzeptables Netzbrummen - sowohl zu Hause als auch im Büro :frowning: . Interessanterweise auch bei Akkubetrieb sobald ich meine Sony Alpha 6400 Kamera, die ich über einen Dummyakku mit Dauerstrom versorge mit dem Line Out des Zoom H5 verbinde (über 3,5mm Klinkenkabel).

Ich hatte es erstmal darüber gelöst, dass ich zusätzlich zu den Akkus im Gerät eine größere Powerbank per USB an den Zoom gehängt habe und so eine deutlich längere Akkulaufzeit ohne Netzbrummen hinbekommen habe. Aber eigentlich wollte ich ja gerne direkt in mein MacBook oder meine Kamera aufnehmen.

Da ich noch die Samson-C02-P Mikros herumliegen hatte, die ich vorher genutzt habe, habe ich mal testweise den Kopfhörer vom HMC-660 drangelassen und nur den XLR-Stecker vom Mikro abgezogen
und dafür den XLR Stecker vom Samson Micro eingesteckt. Das Netzbrummen war sofort weg, was mich vermuten lässt, dass das HMC-660 für das Netzbrummen verantwortlich ist.

Obwohl ich nicht so der Bastler bin, habe ich mir nach der Anleitung hier ein Erdungskabel mit einem 3,5 Klinkenkabel und einem Baumarkt Stecker gebastelt. Interessanterweise endet zu Hause beim Einstecken in den Zoom H5 jegliches Netzbrummen sofort. Was ja auch Ziel der Aktion war.

Aber viel wichtiger bei mir im Büro macht es leider keinen Unterschied, ob ich das Erdungskabel einstecke oder nicht. Es ist unverändert ein Netzbrummen zu hören. Aber überraschenderweise sobald ich den Klinkenstecker zwischen die Finger nehme, hört es auf. Auch im Büro nochmal den Test mit einem Samson-C02-P Mikro gemacht mit dem Ergebnis, dass keinerlei Netzbrummen zu hören ist.

Nun habe ich im Büro auch ein Focusrite Scarlett Solo (3rd Gen) stehen, das ja leider nur 48 Volt Phantomspannung bietet. Ich war neugierig und habe trotzdem testweise das HMC-660 angeschlossen. Und es klingt zwar nicht gut, aber es ist kein Netzbrummen zu hören.

Jetzt meine Fragen:

  1. Wieso klappt es im Büro nicht mit dem Erdungskabel am Zoom, dafür aber wenn ich es anfasse? Könnte ich noch etwas tun außer die ganze Zeit das Kabel in der Hand zu halten?
  2. Könnte es auch an der Kombination mit dem Zoom H5 liegen und ich könnte im Büro ggf. mit Hilfe eines anderen Audio Interface (z.B. Behringer Xenyx) oder dem Vorschalten eines Millenium PP2B vor meinem Focusrite Scarlett das Netzbrummen beenden?

PS: Erstmal vielen Dank für die tolle Infosammlung hier! Ich habe alle meine Geräte über eure Links bestellt.
PPS: Wenn das kein Einzelfall ist mit dem Netzbrummen, hätte ich mich als Einsteiger über eine deutlichere Warnung/Hinweis im Hauptthread gefreut. Da wird nur sehr deutlich auf das Problem mit der speziellen Phantomspannung eingegangen.

Nun der Hauptthread ist der hier - und da ist ein ganzes Thema dem Netzbrummen gewidmet:

1 „Gefällt mir“

Wenn sich im Büro keine Besserung zeigt, mal den technischen Dienst kommen lassen und die Erdung der Steckdose überprüfen lassen. Alternativ geht auch Schlauchschelle um (blankes) Kupferheizungsrohr und daran dann das Erdungskabel anschließen.

Ach … sorry … hatte ich nicht gesehen. Genau der Hinweis “die Achillesferse des HMC660 - Netzbrummen” hat mir in dem Thread “Das HMC660 Headset richtig einsetzen” als Info gefehlt.

Danke für den Tipp! Das werde ich mal vor dem technischen Dienst probieren. Letzteres zieht vermutlich eine etwas mühsame Kommunikation mit meinem etwas älteren Vermieter nach sich.

Hallo zusammen,

ich habe mir wie in der ganzen Artikelreihe beschrieben auch mal den Einkaufskorb vollgemacht. Unterschied ist hier lediglich, das ich statt dem Xenyx 302 den 502er gekauft habe.

Auch ich habe dieses unsägliche Problem mit dem Gebrumme. Ich habe einiges Ausprobiert und habe festgestellt, das nicht das Notebook der Grund für das Brummen ist. Dies habe ich auch, wenn das Notebook nicht angeschlossen ist.
Wenn ich, egal was ich angeschlossen habe, meinen Finger auf einen der Ein oder Ausgänge lege, ist das Brummen sofort Geschichte.
Also dachte ich: Cool. Dann bau ich mir so nen Stecker und Fertig.

Leider ohne erfolg. Ich kann diesen hier beschriebenen Stecker einstecken und habe weiterhin das Brummen. Aber auch diesmal: Wenn ich nen Finger auf einen der Kontakte halte oder auf Notebook sowie Xenyx Gehäuse, ist das brummen nahezu komplett weg.

Kann es sein, das ich für das Erdungskabel eine andere Steckdose nutzen muss? Also das ich es nicht in die gleiche Mehrfachsteckdose stecken darf? Weil das es ein Erdnungsproblem ist, ist klar.

Vielen Dank schon mal.

PS: Ich habe auch die anderen Posts in diesem Thread gelesen und weiß das andere auch nach dem Kabel weiterhin das Problem haben. Nur dort habe ich nichts vom magischen Handauflegen mitbekommen. Vielleicht kommt man dem ganzen ja Stück für Stück auf die schliche.

ich verbinde das kabel einfach mit meinem körper und gut ist mit brummen. quasi wie erdungsarmband, nur dass ich die erde bin.

1 „Gefällt mir“

Okay. Muss wohl noch mal ganz ganz tief im Keller schauen. Irgendwo habe ich da vielleicht noch ein Erdungsarmband =)

Zur not kann man einem Gast halt denke ich zumuten, sich das Ding anzuziehen.

Es reicht, wenn Du das Armband mit Dir und dem Interface über einen der Ports verbindest. Ich habe einen der Klinken-Anschlüsse genommen und einfach mir das blanke Ende des Klinkenkabels in den hosenbund gesteckt, sodass es Hautkontakt hatte. Bisschen sehr ein Hack, dafür einfach und effektiv. Es reicht, wenn eine Person das am Interface macht, Deine Gäste können also weiterhin einfach das Headset tragen. (es wäre natürlich auch denkbar, eine kleine Metallplatte mit an den Ohrhörer zu befestigen, die per Kabel mit einem ungenutzten Port des Interfaces verbunden ist, sodass quasi alles in einem Device gelöst ist. Klingt aber für mich nach zu viel Aufwand)

1 „Gefällt mir“

Wenn Du mit einem Laptop aufnimmst: probier’ mal Akkubetrieb. So manche Netzteile (hallo Lenovo! grrrr) sind ziemlich „dreckig“ und liefern eine lausige USB-Spannung die dann auf dem Laptop nicht nochmal gefiltert wird.

Danke euch für die Tipps.
Tatsächlich habe ich das Brummen auch ohne angeschlossenes Notebook. Egal, ob mit Akku oder Netzbetrieb. Sobald das Mikro des Headsets eingesteckt wurde fängt es an. Ich kann es nur mit der „Handauflegen- oder Finger an Line-In/Out“-Methode beheben. Oder halt nen Kabel an den Körper.

Hallo,
ich habe bei mir das 50HZ Brummen mit den Anschluss an die Erdung verbessert aber nie wirklich wegbekommen. Hatte schon paar mal gelesen, dass es an den dünnen Kabel liegt, also habe ich mal die Ohrmuschel vom Kopfhörer geöffnet und mal ein „richtiges“ Kabel angelötet, hat aber gar nichts gebracht, hab mir dann mal die Kapsel geschnappt und da das Kabel angelötet und muss sagen, ich muss das Gain schon sehr sehr aufdrehen bis ich ganz leicht was höre und das alles ohne extra Erdung.

Glaube leider, kann man in den „Schwanenhals“ keine geschirmtes Kabel einziehen, ich werde aber nächsten Sonntag mal versuchen ob der Schanenhals selber leitend ist und ob man den mit an die Schirmung anlöten kann.

1 „Gefällt mir“

Eine einfache Alternative wäre, einfach ein gut geschirmtes Kabel außen an Schwanenhals entlangzuführen? Dann Isolierkabel drum wickeln.

Naja, Du bist auch eine Antenne. Unter meinen Kollegen hier ist die erste Übung an einem neuen Oszilloskop die Messspitze mit der blanken hand anzufassen und die 50Hz dann vernünftig einzutriggern und darzustellen. Jeder trägt die 50Hz mit sich rum. So ist das halt. Sorry.

Im Moment noch eine Theorie: Das Mikro hat zwei zwei Anschlüsse plus Masse, aber ob das wirklich symmetrisch ist im Sinne von Audio-symmetisch zur Eliminierung von eingekoppelten Störungen…das bezweifle ich.

Ich hab vor ein TRRS-Kabel an der Mikro-Buchse auf XLR umzulöten und werde da mal versuchen, abwechselnd die PINs mit einem großen Kondensator für den Wechselstromanteil auf Masse zu legen - und dabei den Brumm zu beobachten. Wenn sich beim Wechsel der PINs der Signalpegel unterschiedlich start reduziert, dann ist gezeigt, dass die Kapsel gar kein symmetrisches Signal hergibt.

Sollte also die Kapsel auf den zwei Anschlüssen unterschiedliche Eigenschaften haben, dann ist ein Einkoppeln von Störungen leicht möglich (unsymmetische Eigenschaften für Wechselstom).

1 „Gefällt mir“

Hier das Schaltbild… :slight_smile:

Bastelecke: das HMC660 mit 48V betreiben - für 1€