Aufnahme im Auto

Hi Community,

aktuell steht für mich ein Projekt im Raum, bei dem Podcast-Folgen im Auto aufgenommen werden. Ich möchte mittels Interface/Hindenburg aufnehmen, suche aber passende Mikros dafür - natürlich soll man nicht jedes rascheln einer Jacke hören. Welche Mikros würdet ihr empfehlen? Ansteckmikro oder vielleicht doch einfach ein Handmikro? Ich habe 2 Shure SM7B, damit werde ich wohl keine Möglichkeit haben, oder?

Dankeschön!

Wenn Du fährst, solltest du beide Hände am Lenkrad haben und nicht ein Mikrofon halten. Ich bin also stark für ein Ansteckmikro etwa von Rode, zumindest für die Person, die fährt. Möglich wäre auch ein Nackenbügelmikrofon, da habe ich aber keine konkrete Empfehlung. Monitoring per Kopfhörer scheidet zumindest für den/die am Lenkrad aus.

Allgemein gibt es einige starke Meinungen zu Podcastaufnahmen im Auto. Insbesondere die Hörenden, die viel im Auto unterwegs sind, empfinden solche Aufnahmen als ablenkend. Wenn die gemeinsame Fahrt zwingender Bestandteil ist, achte bitte darauf, dass im Hintergrund keine Martinshörner oder Hupen zu hören sind.

2 „Gefällt mir“

Ich podcaste (meist) aus dem Auto. Nach vielen Experimenten sind wir bei Kopfbügelmikrofonen angekommen, die Nähe zum Mund ist am Ende nicht zu schlagen. Störgeräusche sind mit t-bone HC 95 (und Auphonic-Nachbearbeitung) minimal, ob der generelle Klang der Stimmen einem zusagt ist natürlich Geschmackssache.

3 „Gefällt mir“

Zu dem Thema kann @lik sicherlich kompetent beitragen, hat er doch mehrere Podcasts im Auto aufgenommen, z.B. https://malik.fm/m020-ofcorsa-love-you-mit-tom-albrecht/ und https://malik.fm/m003-zwei-superlaien-tanken-strom-1500km-im-elektroauto-mit-tom-albrecht/

1 „Gefällt mir“

Danke euch mal! Noch eine Ergänzung: Es ist nicht zwingend nötig, dass der Moderator auch fährt. Eventuell findet das Interview auf der Rückbank statt und der Fahrer konzentriert sich auf die Straße!

Frank hat es ja bereits schon erwähnt, wir haben das ein paarmal erfolgreich gemacht. Allerdings tatsächlich auf unterschiedliche Weise: bei der ersten Langstreckenfahrt haben wir fest Mikrofone im Auto verbaut (ich glaube beim Podcast steht was wir gemacht haben und es gibt Fotos in den Kapitelmarken).

Ich habe auch mal einfach die Aufsteck Mikrofone vom Zoom H6 benutzt, der Beifahrer richtet dann jeweils auf den, der spricht. So geschehen In der CleanElectric Episode, wo ich mit meiner Mutter den ID.3 getestet habe. Findet ihr sicherlich schnell, kann ich gerade nicht raussuchen.

Wichtig nachher bei der Nachbearbeitung: lowcut auf die Spuren gegen Rumpeln und Wind. Im Standard Ultraschallprozess ist das bereits automatisch vorgesehen.

Selbst da würde ich aus Sicherheitsgründen auf gehaltene Mikros verzichten. Bei einer Notbremsung möchte ich kein SM7B von hinten fliegen haben. :wink:

Ich habe das mal mit dem „Beifahrer-Modell“ gemacht: Beifahrer hält Shure SM58 und richtet es auf den jeweiligen Sprecher. Das lenkt dennoch alle Beteiligten ab.
Alternativ habe ich das mal mit dem schon genannten t-bone HC 95 (Nackenbügel) und mit dem VT901 MK II (Earhanger) gemacht. Das war schon fluffiger. Der Klang des letztgenannten war - wenig überraschend - besser.
Audiointerface war jeweils das Zoom H6 auf der Mittelkonsole liegend.

Danke! Findest du die beiden letztgenannten Mikros hatten generell eine bessere Aufnahmequalität als das Shure SM58? Oder würde es mit zwei Shure (jeder hält seines selbst) genauso gut oder besser klingen?

Ich habe kein Zoom, sondern würde mit Laptop und Interface arbeiten. Würden die Erschütterungen im Auto die Aufnahme beeinträchtigen?

Ich denke, dass die Fahrtgeräusche (Wind, Motor, Strasse) in jedem Fall deutlich zu hören sein werden. Der Vorteil bei den Earhängern ist halt der o.g. konstante Abstand zum Sprechorgan.