Zu “Podcast per SPA” bin ich extrem gespalten.

Auf der einen Seite wäre dieser Ansatz (wenn gut gemacht und für die Zielgruppe tauglich) sicher für den Nutzer der einfachste Weg. Speziell, wenn die Welt der Nutzer heute eh fast nur noch aus Apps besteht.

Auf der anderen Seite sehe ich den Aufwand und die Kosten (mehrere Plattformen, diverse Betriebssystemversionen, dazugehörige dev-Accounts, usw. usw.). Bei einem Podcast wie Glutenfrei, der finanziell nicht wirklich etwas abwerfen wird, muss ich mir da tatsächlich die Frage stellen, wie ich die Zeit und das investierte Geld verargumentieren kann. Selbst, wenn es etwas fertiges gäbe, müsste das noch angepasst werden und im schlimmsten Fall hätte am Ende der Podcaster noch den Support dafür an der Backe.

Wizzard Media (bzw. heute wieder libsyn) bieten SPA gegen Bezahlung ja sogar als Service an. Mir hat diese über-einen-Kamm-Lösung allerdings immer irgendwie aufgestoßen. Bei jedem Beispiel, dass ich mir angeschaut habe, hat es aus meiner Sicht deutlich an Usability und Hübschheit gehapert. Das Problem da aus meiner Sicht: von Geeks für Geeks. Eine App, die für die geekbefreite Masse nicht bedienbar ist und die dazu auch noch so aussieht, als ob ein fünfjähriger gerade Word-Art entdeckt hätte… das möchte ich meinen Hörern dann nicht wirklich zumuten.

Ach ja, und noch eines mag ich an SPAs nicht so sehr: der Podcast wird zu einer einsamen Insel, denn die Unterstützung der Discovery, die Podcatcher mit ihren Verzeichnissen leisten, fällt da komplett weg.

Edit: Absatz hinzugefügt

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